Das Risiko in einem neuen Exportzielmarkt hängt sehr spezifisch vom Unternehmen, dem Produkt und natürlich vom Markt selbst ab. Diese Einschätzung hängt auch damit zusammen, was man selbst als Risiko definiert; z. B. muss man das Risiko, dass KundInnen nicht bezahlen, anders bewerten als das Risiko, dass Mitbewerber im Zielmarkt aggressive Gegenmaßnahmen setzen. Hingegen wäre es gleichzeitig als Risiko und Chance zu sehen, wenn der Markt (z. B. die USA) geographisch und demographisch sehr groß ist.

Es muss also jedes Unternehmen für sich selbst systematisch analysieren, welche Risiken bestehen und welche es in Kauf nehmen kann bzw. welche es ggf. von einer aktiven Marktbearbeitung abhalten.

Beispiele von Risiken im Export:

  • Politische Risiken (z. B. Embargo, Streik, etc.)
  • Dubiosenrisiko: Risiko, dass Käufer Zahlungsverpflichtung nicht erfüllt/erfüllen kann
  • Konvertierungs- u. Transferrisiko: Risiko, dass z. B. Zahlung in inländischer Währung nicht möglich ist oder es zu Verzögerungen in der Abwicklung kommt
  • Kursrisiko: Sich aus Änderungen in Wechselkursen ergebendes Risiko
  • Transportrisiko: Risiko der Beschädigung oder des Verlusts der Ware im Zuge des Transports
  • Absatzrisiko/Preisrisiko: Risiko der mangelnden Annahme der Ware am Zielmarkt z. B. aus Preisgründen
  • Interkulturelle Besonderheiten  (u. a. sprachliches Risiko, etc.)
  • Natürliche Risiken: z. B. Naturkatastrophen

 Einige dieser Risiken lassen sich durch Versicherungen und (Zahlungs-)Vereinbarungen abfedern, wie z. B. Kreditversicherungen oder Akkreditive. Schätzen Sie also auch die Risiken der Auslandsmärkte realistisch ein! Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel „Wie kann ich meine Exporte absichern?“ .

Finden Sie weitere Informationen zum Thema Länderbesonderheiten und Risiken unter dem Menüpunkt „Marketing & Interkulturelles“!

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